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Ausflug nach Stein am Rhein
Freitag, 31. August 2007

„Wir feiern 25 Jahre Gewerbeverein Rickenbach und Umgebung“
09.45 Besammlung beim Bahnhof Rickenbach-Attikon. Jeder bekommt noch einen Jubiläums-Pin vom Gewerbeverein. Einige Auserwählte verzichten auf ein Anstecken, da die neu erstandene Seidenbluse durch ein Steckloch gefährdet werden könnte.
Um 10.30 warten wir auf unsere Stadtführung am Carparkplatz von Stein am Rhein. „No e Wili“ heisst der Titel des diesen Sommer so erfolgreich aufgeführten und beliebten Freilichttheaters in der „Staaner“-Innenstadt. So ergeht es uns auch: bei herrlichem Sonnenschein warten wir als Touristen getarnt auf die reservierte Stadtführung, unsicher und ungeduldig. Endlich gegen 11.00 Uhr erscheint eine Dame, später auch noch ein zweiter Stadtführer, beide ausser Atem und sichtlich verwirrt – „wir haben versehentlich am Bahnhof gewartet! Sorry.“ Es lohnt sich aber doch, dass wir nicht einfach selbständig die Stadt erkunden. Wir erfahren viele interessante und detaillierte Informationen über die malerische Ortschaft am Rhein. Geschichten über die Entstehung, die Klosteranlage, das Museum, den goldenen Kelch im Rathaus und das lokale Gewerbe.
12.00 In der „Badstube“ steht das Mittagessen bereit:

Kunterbunter Salat mit Kürbis- und Sonnenblumenkernen
***
Hackbraten wie zu Grossmutters Zeiten mit Bratensauce
Kartoffelstock mit Erbsli und Rüebli – nostalgisch sagen die einen…
Dazu: Steiner Riesling x Sylvaner und Blauburgunder

Gegen 14.00 besteigen wir das Schiff. Am romantischen Ufer fahren wir auf deutscher Seite bis nach Gaienhofen und wieder den Untersee hinunter über Steckborn und Mammern. Die Bewirtung klappt vorzüglich und die Stimmung steigt. Sonnenbrille ist mittlerweile Pflicht – schön!

Zurück an Land bekommen wir noch einen geschäftigen Eindruck der letzten Vorbereitungen für das 1000-Jahr Jubiläumsstadtfest, ebenfalls an diesem Wochenende stattfindend. Sollten wir nicht doch noch etwas hier bleiben – grosses scheint in Planung zu sein.

Später, in Hemishofen, erwartet uns die Winzerfamilie Leibacher. Im Hof stehen schon viele Gläser bereit: Weindegustation vom Steinerberg! Überzeugend präsentiert uns der Gutsherr seine Tröpfli: einige Weisse, einen süffigen Rosé und noch mehrere Sorten Rotwein. Erstaunlicherweise hält sich die Stimmung in Grenzen, ist es vielleicht schon zu heiss oder freuen sich schon alle auf den Jubiläumsabend?

Gegen 18.00 treffen wir auf dem Iselisberg ein. Fritz Bachmann hat eine herrschaftliche, alte Trotte reserviert und wunderschön ausgeschmückt. Das Lagerfeuer brennt und ein festlicher Apéritiv erfreut alle. Einige Gewerbler sind erst am Abend zu uns gestossen und erkundigen sich verständlicherweise über den bisherigen Tagesablauf. Die Kommunikation klappt, die Atmosphäre lockert sich und so auch schon manche Zunge.

Mit einer kleinen Ansprache und einem Präsent, logischerweise eine Weinselektion, werden unsere Ehrenmitglieder gewürdigt. Edi Schenk, unser Präsident, verliest noch einige historische Fakten und erzählt diverse Anektoten aus dem früheren Gewerbevereinsleben. Und warum heute Abend gerade hier? Ja, von diesem strategischen Punkt aus können wir das ganze Gebiet unseres Vereins beobachten, alle fünf Gemeinden.

Unser Chef-Metzger und Catering-Spezialist Walti Stalder heizt bereits den Holzkohlengrill an: uns erwartet eine grosszügige und fürstliche Barbecue-Party. In der gemütlichen Trottenhalle finden die rund 50 Personen angenehm Platz. Liebevoll gestaltete Blumendekorationen von Marcel Berberat erfreuen auch das Auge. Jeder kann sich mehr als satt essen. Die Weinauswahl ist sehr ausgewogen und oft und gerne wird angestossen, natürlich auf unser 25-Jahr-Jubiläum.

Ein schöner Abend, geprägt von Geselligkeit und entspannender Fröhlichkeit. Des öftern trifft man sich draussen am Lagerfeuer. Das Dessertbuffet findet in der Zwischenzeit regen Absatz.

Nach 23.00 Uhr fährt Fritz die ersten Gäste nach Hause. Nach Mitternacht suchen auch die letzten Nachtschwärmer ein anderes Ziel. Auf dem Weg liegt Ellikon an der Thur: Paul Gasser und Fredi Meier laden noch zum Abschluss ein, die Jubiläumsfeiern nehmen kein Ende.

Fredy Keller

PS: Vielen Dank speziell an Fritz Bachmann für die gute Organisation und Bewirtung. Unter www.gvru.ch findet man zudem eine reichhaltige Fotogalerie, Dank auch an Gisela Liechti.

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